Infos über den Ort Garafia

Garafia
Höchste Erhebung: 2.426 m, Roque de los Muchachos
Einwohner: ca. 1.964, das sind 2,3 % der Inselbevölkerung
Lage und Landschaften
Die Gemeinde Villa de Garafia liegt im Nordwesten der Insel La Palma und wird von tiefen Barrancos zu den Nachbargemeinden abgegrenzt, durch den Barranco de Izcagua
nach Puntagorda im Süden und den Barranco Franceses nach Barlovento im Westen. Im Norden reicht sie hinunter bis ans Meer, im Süden bis hinauf an den Rand der Caldera, mit der Grenze zur dritten Nachbargemeinde, El Paso. Die höchste Erhebung von Garafia ist der Roque de los Muchachos mit 2.426 m, dem höchsten Berg der Insel.
Während in den Küstenregionen das Landschaftsbild von ariden Pflanzen und tiefen Barrancos bestimmt wird, ist der Gürtel zwischen ca. 600 und 1.000 m Höhe von Baumheide und Lorbeerwald beherrscht. Darüber bedecken ausgedehnte Kiefernwälder das zerklüftete Land, bis zur Baumgrenze bei etwa 2.000 m. Die Gipfel sind mit einem dichten Teppich aus Ginster überzogen. Hier befinden sich einige der weltgrößten Sternwarten.
Garafia ist flächenmäßig die zweitgrößte Gemeinde auf La Palma, und zugleich die am dünnsten besiedelte, mit 19 Einwohnern pro km². Zudem sind die Orte dieser Gemeinde durch tiefe Schluchten von einander getrennt, was die Kommunikation mit dem Rest der Insel in früheren Zeiten behinderte und zu einer hohen Emigrationsrate führte. Bis in die sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts waren die Caminos Reales, heute meist als Wanderwege ausgewiesen, die einzige Infrastruktur. Man bewegte sich zu Fuß, bestenfalls auf dem Esel durch die Landschaft. Die einfachsten Errungenschaften der Zivilisation wie fließendes Wasser, elektrischer Strom und Anbindung an das Straßennetz gibt es hier erst seit gut 30 Jahren.
Santo Domingo ist der Hauptort der Gemeinde, sehenswert ist die Kirche „Iglesia Nuestra Señora de La Luz“ mit ihrem Hauptschiff aus dem 16. Jahrhundert. Weitere Ortsteile sind Franceses, El Tablado
, Don Pedro, Juan Adalid, El Mudo, El Palmar, Roque Faro, Cueva de Agua, Hoya Grande, Llano Negro, El Castillo und Las Tricias.
Der typische palmerische Hütehund, der Pastor Garafiano, kommt von hier. Er ist perfekt geeignet, um die Ziegenherden zusammenzuhalten, deren es hier viele gibt.
Klima
Das Klima in diesem Bereich der Insel ist abhängig von Höhe und Jahreszeit. Der meist vorherrschende Nordostwind (Passatwind) drückt die Wolken gegen die Berge und sorgt auch im Sommer für Niederschläge als Tau, jedoch nur in den mittleren Höhenlagen. Im Winter gibt es wie im Osten der Insel deutlich mehr Niederschläge als im Westen, es ist oft kühl aber frostfrei. Nur oberhalb 1.800 m fällt manchmal Schnee, nicht in jedem Jahr.
Sehenswertes
Am meisten fasziniert die menschenleere und üppig grüne Landschaft. Lassen Sie sich Zeit, und nehmen Sie Wanderschuhe mit. „La Zarza“ und „la Zarcita“ mit einer Vielzahl an Steingravuren
aus vorspanischer Zeit ist unbedingt sehenswert. Eine Fahrt auf den Roque de los Muchachos, vorbei an den Observatorien und mit atemberaubenden Einblicken in den Nationalpark Caldera de Taburiente
, ist ein absolutes Muss. Und ebenso die Drachenbäume von Buracas bei Las Tricias.
Auch wenn in Garafia aufgrund der Steilküste der Weg ans Meer nicht immer bequem ist, lohnt es sich, die kleinen „Häfen“ und Anlegestellen zu suchen. Hier und da findet man auch einsame Strände
.
Was gibt es noch?
Die Fiesta „San Antonio del Monte“ im Juni ist eine der wichtigsten Viehzuchtmessen der Kanaren. Es gibt viele Exemplare der palmerischen Rinder-, Ziegen- und Schafsrassen zu sehen, sowie die schon erwähnten Garafianos. Die Bedeutung des Viehbestandes zeigt sich auch in den vielen Sorten Käse, deren Herstellung und Verkauf eines der Haupteinkommen der Gemeinde darstellt.
Weitere Bilder aus Garafia finden Sie auf unserer Fotogalerie fotografieren.auf-lapalma.de
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