Infos über die Insel La Palma
Höchste Erhebung: 2.426 m, Roque de los Muchachos
Länge: 45 km (Nord - Süd)
Breite: 28 km (West - Ost)
Hauptstadt: Santa Cruz de La Palma
Provinz: Teneriffa
Land: Spanien
Einwohner: 85.000 in 14 Gemeinden
Geografische Lage
La Palma ist die nordwestlichste der sieben Kanarischen Inseln. Von Teneriffa ist sie 85 km, vom afrikanischen Festland 445 km entfernt. Zwischen Cadiz in Südspanien und Santa Cruz de La Palma liegen 1.440 km.
Beschreibung
La Palma gilt als die grünste der Kanarischen Inseln und hat deshalb weit mehr zu bieten als die typischen Badeinseln. Die gesamte Insel wurde von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Großflächige Kiefernwälder, vor allem im Norden und in den höheren Lagen sowie je nach Klimazone Baumheide, Lorbeerwald, Ginster und viele Wolfsmilchgewächse bestimmen die Landschaften. Die stark zerklüfteten Berghänge bieten ständig neue Ein- und Ausblicke, und das Meer ist allgegenwärtig. Der Süden ist der geologisch jüngste Teil der Insel und daher weniger dicht bewachsen, hier dominiert der vulkanische Ursprung des Eilands.
Bei einer Fläche von 706 km², einer Länge von 45 km und einer Breite von 28 km ist La Palma ein Mikrokosmos mit enormer Vielfalt. Von den rund 744 hier vorkommenden Wildpflanzen ist ein Drittel nur hier oder auf den kanarischen Inseln zu finden und sonst nirgendwo auf der Welt. Aufgrund der isolierten Lage weit im Atlantischen Ozean konnte sich die Flora ungestört entwickeln. Der sagenumwobene Drachenbaum
in vielen jahrhundertealten Exemplaren gehört zum Bild der alten Dörfer.
Wegen des ausgeglichen milden Klimas gedeihen hier viele tropische und subtropische Pflanzen sehr gut. In den Gärten und auf öffentlichen Plätzen findet man daher außerordentlich viele exotische Bäume
, Sträucher und Blumen, und natürlich Palmen. Dies und die hohe Affinität der Bevölkerung zu Süd- und Mittelamerika lässt die Zugehörigkeit der Insel zu Europa schnell vergessen. Die überall zu hörende lateinamerikanische Musik rundet das Bild ab.
Entgegen der scheinbar geringen Ausmaße ist die Insel in Wahrheit um vieles größer, da sie sich steil aus dem tiefen Atlantik erhebt, von vielen Erosionstälern zerschnitten wird und mit dem Roque de los Muchachos eine Höhe von 2.426 m erreicht. Von hier kann man bei klarer Sicht einen Großteil der Insel, manchmal El Hierro und oft den im Winter schneebedeckten Teide auf Teneriffa sehen. Und natürlich die überwältigende Landschaft in der Caldera de Taburiente
genießen, deren Grund nicht weit entfernt (Dos Aguas, Luftlinie 5 km) 2.000 m tiefer liegt. Die Caldera ist spanischer Nationalpark.
In der Landwirtschaft der Insel dominiert der Bananenanbau
. Zitrusfrüchte, Avocados, Wein, Kartoffeln
und Tomaten werden ebenfalls häufig angebaut, wobei die Ernte sich über beinahe das ganze Jahr erstreckt bzw. mehrere Ernten möglich sind. Großflächige Agrarwirtschaft, wie man sie aus Deutschland kennt, ist hier aufgrund des Geländes nicht möglich. Daher hat sich bis heute eine kleinbäuerliche Landwirtschaft ohne den Einsatz großer Maschinen erhalten.
Im Westen der Insel geht die Sonne etwas später auf, da die Berge die aufgehende Sonne bis zu einer Stunde verdecken. Dafür wird man hier mit herrlichen morgendlichen Lichtspielen sowie spektakulären Sonnenuntergängen
belohnt. Aber auch auf La Palma scheint die Sonne nicht immer, wenn auch fast immer. Wenigstens irgendwo, denn selten ist das Wetter hier überall gleich.
Das Klima auf La Palma
So vielfältig wie die Landschaft ist auch das Wetter auf der Insel mitten im Atlantik.
Richtig kalt wird es selten, Frost gibt es in den bewohnten Gebieten nicht, außer manchmal auf dem Roque de los Muchachos, für kurze Zeit. Auch in den Wintermonaten ist es überwiegend mild und sonnig. In Zeiten mit Saharawind können die Temperaturen dann auch mal bis über 30°C erreichen. Das Seewasser misst im Mittel 20°C, im Sommer bis 23°C, und wird immer als angenehm empfunden. Die durchschnittliche Jahrestemperatur der Luft bewegt sich zwischen etwa 20 und 22°C und fällt an der Küste selten unter 15°C. Beim spanischen Wetterdienst gibt es die aktuellen Tagestemperaturen
auf den Kanarischen Inseln.
Urlaubsgestaltung
La Palma ist keine ausgesprochene Badeinsel wie Fuerteventura, Lanzarote, Teneriffa oder Gran Canaria. Der ungebremste Atlantik hat im vulkanischen Gestein der Insel fast ringsum teils imposante Steilküsten geschaffen. Dennoch gibt es genügend Buchten, in denen man im Sommer schwimmen kann, und Strände mit schwarzem Lavasand. Vielmehr eignet sich die Landschaft zum erwandern. In den letzten Jahren wurden mehr als 1.000 km Wanderwege
neu gekennzeichnet, oft jahrhundertealte Wege führen in atemberaubende Landschaften. So die Insel zu entdecken ist immer wieder ein besonderes Erlebnis.
Wer mehr Action sucht: Hochseefischen, Tauchen, Bootsausflüge, Gleitschirmfliegen, Biken, Reiten, Bogenschießen und Wandern werden von verschiedenen Unternehmen angeboten.
Santa Cruz und Los Llanos
Die Inselhauptstadt Santa Cruz de La Palma ist das Herz der Insel und die spanischste Stadt auf dem Archipel. Vielerorts verkörpert sie ein getreues Abbild der kolonialen Epoche. Ein Streifzug durch die sakralen Bauten, hochherrschaftlichen Bürgerhäuser, Renaissancefassaden und pittoresken Brunnenplätze lässt die Zeit vergessen. Mehrere Museen vermitteln einen Einblick in die reiche Inselvergangenheit.
Im Westen der Insel, inmitten des fruchtbaren Aridanetals, liegt die heimliche Hauptstadt von La Palma, Los Llanos de Aridane. Bananenplantagen prägen das Bild der Landschaft, und Bananen haben Los Llanos reich gemacht. Die Stadt ist sehr geschäftig und überaus kommunikationsfreudig. Die Plaza de España mit ihren riesigen Bäumen und ihrer einmaligen Atmosphäre ist der kulturelle Mittelpunkt der Region. Der Stadtkern wurde aufwendig restauriert und lädt zum Bummeln ein. Los Llanos ist das Einkaufsparadies der Insel.
Bemerkungen zur Infrastruktur
Für die Erkundung der Insel empfiehlt es sich, einen Leihwagen zu mieten. Sie sind auf La Palma recht preisgünstig. Taxen werden nach gefahrenen Kilometern abgerechnet, Fahrten in entlegene Gebiete sind nicht ganz billig. Es gibt zwar ein gut funktionierendes Netz mit Autobuslinien, alle Ortschaften sind so zu erreichen, die wirklich sehenswerten Orte werden jedoch nicht angefahren. Die Straßen auf La Palma sind in einem guten Zustand, aber äußerst kurvenreich.
Weitere Bilder von La Palma finden Sie auf unserer Fotogalerie fotografieren.auf-lapalma.de
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Sie suchen noch mehr Informationen über La Palma? Dann besuchen Sie auch unsere Seite lapalma4you.com
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